Der Baumkult

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Schon seit ewigen Zeiten werden Bäume durch die Menschen verehrt. Bäume haben eine zentrale Bedeutung im kultischen Bereich der Menschen.

Immer hat es schon so etwas wie heilige Haine gegeben. Dies waren heilige Baumgruppen, welche entweder tief im Wald versteckt und nur den Weisen bekannt waren oder weithin sichtbar an Berghängen standen.

Die keltischen Druiden bezogen sich bei ihrer Namensgebung auf Eichen – der Name Druide lässt sich mit der Eichenkundige übersetzen.

In vielen Kulturen wird der Baum verehrt und auch in Bildern und Skulpturen dargestellt. So gilt der heilige Baum oft als Sinnbild für das ewige Leben, als Hüter der Weisheit, als Schutz- und Kraftquelle. In der Darstellung vieler Mythen werden die Bäume werden von mächtigen Baumgeistern beschützt, die man als Dryaden bezeichnet. Oft hat sich die Mythologie so fortentwickelt, dass Baum und Baumgeist sich kaum mehr voneinander unterscheiden lassen:Nymphen und Satyr

  • Bäume als Heimstätten der Dryaden-Nymphen der Göttin Artemis
  • Bäume als Heimstätten der Dämenonen wie den Najgas
  • Bäume als Heimstätten der indischen Schlangen, welche Regen und Fruchtbarkeit gewähren sollten

In Germanien war die Eiche dem Gott Donar gewidmet. Sie gewährte jedem Schutz unter ihrem Kronendach. Wurde eine Eiche vom Blitz getroffen, bewahrte man ein Stück der Splitter als Amulett zur Gefahrenabwehr auf. Der heilige Bonifatius (Apostel der Deutschen) fällte die Donareiche bei Geismar im Jahr 723, um den zu bekehrenden Heiden zu beweisen, dass ihr Gott ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne. Bonifatius lässt die Donareiche fällen (Gemälde von 1737)Auch viele weitere Eichen fielen zu dieser Zeit der Christianisierung zu Opfer.

Überall auf der Welt haben sich die „Zeichen“ der alten Baumkulte bis in die heutige Zeit erhalten. Wer kennt sie nicht:

  • Maibäume                                      Urheber  Koelner50, Hans Burgwinkel
  • Brautbäume
  • Richtbäume
  • Tanz- und Erntebäume

All sie wurzeln in heidnischen Brauchtum und verkörpern den alten Fruchtbarkeitskult. Die für diesen Zweck oft verwendeten Birken sind der germanischen und slawischen Göttin Freya gewidmet, welche als die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie als Lehrerin des Zaubers gilt.

Aber auch anderen Bäumen kommt im Volksglauben ein wichtiger Status zu:

Eberesche als Feldgehölz

                   Die Eberesche soll Menschen und Haustiere vor  von Hexen zugefügtem Schadenzauber schützen.

 

 

 

 

 

 

Die Esche wird schon seit der Antike als Heilmittel geschätzt. Das Urheber  WillowHolz soll Warzen vertreiben und bei Kindern Brüche heilen, wenn man es durch einen gespaltenen und an beiden Enden zusammengebundenen Schößling hebt.

 

 

Photographer: Walter Siegmund

 

Der Holunder wird seit alters her als Heil- und Nahrungspflanze verwendet uns steht im Volksglaub trotzdem mit dem Teufel im Bunde

 

Die Weide liefert neben Haselstrauch und Birke die besten Urheber       André Karwath aka AkaWünschelruten und gilt als unbestrittenes Symbol der Keuscheit. Auch soll sie Gebärenden Glück bringen und mit Zauberspruch Krankheiten aufnehmen.

 

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Crataegus_monogyna%2803%29.jpg&filetimestamp=20050523135506Der Weißdorn war im Mittelalter Symbol der Vorsicht und der Hoffnung.

 

 

 

 

 

 

Die Eibe sie gilt als Toten- oder Friedhofsbaum (wahrscheinlich wegen Urheber   M. Kunz, Willingender Toxine in den jungen Trieben, Nadeln und Samen) wird aber zeitgleich als Symbol des ewigen Lebens und der Fröhlichkeit verehrt.

 

 

 

Bilderquelle: www.wikipedia.de

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