Honig – ein Wundermittel aus der Natur

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Honig – ein Nahrungs- und Arneimittel

Honig ist lecker und gesund. Schon allein aus diesem Grund ist er von vielen Frühstückstischen nicht weg zu denken. Bereits auf dem Weg in den Körper entfaltet er seine wohltuende Wirkung. Aber was macht Honig so besonders? Worauf sollte man achten? Wir haben Ihnen hier ein wenig Wissen rund um das Gold der Bienen zusammengetragen:

Bereits bei den antiken Kulturvölker war Honig als kostbares Geschenk beliebt. Schon der persische Arzt Avicenna beschrieb in seinem „Kanon der Medizin“ die positive Wirkung von Honig als ermunternd, appetitanregend, verdauungsfördernd und gedächtnisstärkend. Auch die Benediktinerin und Heilkundige Hildegard von Bingen zeichnete zahlreiche Rezepte mit Honig auf.

Grund genug, um mehr über dieses wundersame Mittel zu erfahren.  Um ein 500 g Glas mit Honig zu füllen, fliegen die Bienen eine Strecke, welche dreimal um die Erde reicht und bestäuben dabei bis zu 7 Millionen Blüten. Dies ist sehr wichtig – denn ohne die Arbeit der Bienen würde die Weltbevölkerung verhungern. Da die verschiedenen Blüten sich im Geschmack des Honigs widerspiegeln, schmeckt Honig je nachdem, wo die Bienen gehalten werden anders.

Doch woraus besteht Honig eigentlich?

Der hauptsächliche Inhalt von Honig ist Trauben- und Fruchtzucker. Hinzu kommen über 180 verschiedene Stoffe: Mineralstoffe, organische Säuren, Spurenelemente, Aminosäuren, antibakterielle Wirkstoffe und Enzyme. Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund der Vielzahl an Inhaltsstoffen einem Kleinkind unter einem Jahr niemals Honig verabreichen sollten – Honig könnte auch ein Bakterium namens Clostridium botulinum enthalten – dies ist für Erwachsene vollkommen unschädlich, könnte jedoch bei Kindern in diesem zarten Alter zu Lähmungserscheinungen führen.

Und was macht nun guten Honig aus?

Jeder gute Honig wird irgendwann einmal fest. Das so genannte Kandieren ist ein ganz natürlicher Vorgang, der je nach Honigsorte unterschiedlich schnell verläuft. Die meisten Blütenhonige werden recht schnell fest – Akazien- und Waldhonig jedoch verfestigen sich recht schnell. Honig wird durch Schleudern der Waben gewonnen. Die Honigschleuder wurde bereits 1865 entwickelt und seitdem wird Honig nicht mehr durch Auskochen der Waben gewonnen. Der werbewirksame Begriff „kaltgeschleudert“ beschreibt also nichts weiter als den Herstellungsprozess, welcher immer und überall bei der Herstellung von Honig angewandt wird.

Wie wird denn Honig nun also gewonnen?

Im Bienenstock herrscht eine Temperatur von ca. 30 Grad Celsius. Unter dieser Temperatur hat der Honig seine besten Fließeigenschaften, bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius sind diese Fließeigenschaften etwas träger, die Waben jedoch stabiler. Aus diesem Grund wird bei 20 Grad Celsius geschleudert. Hierzu werden die Waben in die Schleuder gelegt und diese wird betätigt. Durch die Zentrifugalkraft fließt der Honig nach Außen und läuft an der Außenwand der Schleuder herab in den Auffangbehälter.

Wie sieht es mit der Qualität des Honig aus?

Laut Honigverordnung dürfen dem Honig weder Stoffe hinzugefügt noch entzogen werden. Entscheidend für die Qualität ist eine schonende Behandlung des Honig von der Schleuderung bis zur Abfüllung. Hierbei kommt der Honig in unveränderter Zusammensetzung ins Glas. Blütenhonig wird nach dem Schleudern noch mehrfach gerührt, bis er feincremig ist. Sollte Waldhonig im Lagergebinde fest geworden sein, so wird er im Wärmeschrank wieder verflüssigt. Hier wird als Temperatur 40 Grad Celsius eingestellt. So kann man sicher gehen, dass die Inhaltsstoffe nicht durch zu hohe Temperaturen zerstört werden.

Haben Sie schon einmal bemerkt welch Blumenartiger Geruch aus einem frisch geöffnetem Honigglas strömt? Dann haben Sie qualitativ hochwertigen Honig in der Hand gehabt. Achten Sie doch beim nächsten Glas einfach mal darauf. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die so genannte Blütenbildung an der Oberfläche oder am Glasrand. Diese weißen Verfärbungen entstehen bei besonders wasserarmen, lange haltbaren Honigen.

Welche Heilkraft hat Honig?

Honig ist ein wahrer Alleskönner. Er enthält Spuren von 10 verschiedenen Vitaminen und von wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Neben Entzündungshemmern enthält er auch so genannte Inhibine, welche in der Lage sind das Keimwachstum zu hemmen. Am häufigsten kommt Honig in der Erkältungszeit zum Einsatz. Verantwortlich für die Wirksamkeit sind hier die Enzyme des Honigs – wichtig ist, dass der Honig erst in die Heiße Zitrone der Milch eingerührt wird, wenn diese Trinktemperatur erreicht hat – nur so können Sie sicher sein, dass die Enzyme nicht zerstört werden.

Auch in der Wundheilung spielt Honig eine wichtige Rolle. Durch die antibakteriellen Inhaltsstoffe, welche man schon im alten Ägypten kannte, schafft man ein feuchtes Wundklima, welches abschwellend, entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Der Aufbau von neuem Gewebe wird stark gefördert, während der Abbau von altem Gewebe zügig voran geht. Neue Studien beweisen sogar, dass Honig erfolgreich bei Wunden mit multiresidenten Wundkeimen angewandt werden kann. In den Studien wurden Honigsorten eingesetzt, welche von Bienen produziert wurden die sich bevorzugt von Pflanzen aus der Gattung der Teebaumgewächse ernähren. Ein Hoffnungsschimmer für alle die an offenen Beinen oder nicht-heilenden Wunden leiden.

Honig aus dem Supermarkt eignet sich leider nicht für die Wundheilung. Er wird bei der Herstellung so stark erhitzt, dass die wichtigen Enzyme verloren gehen.

Woran erkenne ich deutschen Imkerhonig?

Entweder Sie kaufen den Honig direkt bei einem Imker vor Ort, oder Sie achten auf das Bio-Siegel. Auch Produkte mit dem Siegel „Echter Deutscher Honig“ auf grün-weißem Etikett mit einer Prüfnummer sind vertrauenswürdig.

Und in der Kosmetik?

In der Kosmetik sorgt Honig für glatte und weiche Haut. Aus diesem Grunde enthalten viele Pflegeprodukte Honig, dessen milde Säuren sich positiv auf den Säureschutzmantel der Haut auswirken. Wenn Sie zum Beispiel unter spröden Lippen leiden, können Sie mehrmals täglich etwas Honig auftragen und diesen einwirken lassen – schon bald werden Sie spüren, wie schnell eine Besserung eintritt. Auch in einer Gesichts-Maske ist Honig ein wunderbarer Wirkstoff. Hier eine einfache Anleitung dazu:

Eine Honig Maske wirkt beispielsweise entzündungshemmend, reinigend und beruhigend. Für die Herstellung einer Honig Maske erwärmen Sie zwei bis drei Esslöffel Honig und vermischen ihn in gleichen Anteilen mit Quark und Öl. Diese Maske können Sie einfach auf dem Gesicht auftragen und nach etwa zehn Minuten abwaschen. Ihre Haut wird entspannt und beruhigt sein und sie mit besonderer Frische überraschen.

Ich hoffe, das unser zusammengetragenes Wissen Ihnen viele neue Informationen gebracht hat und freue mich auf den ein oder anderen Kommentar von Ihnen – vielleicht kennen Sie noch weitere Anwendungsgebiete von Honig oder wissen das ein oder andere „Kosmetik-Rezept“

 

5 Gedanken zu „Honig – ein Wundermittel aus der Natur

  1. Morgen ich bin beim beim suchen im web auf Ihrer Website gelandet!Die Neuigkeiten intressieren mich sehr.Die meisten Gomepages haben meistens nur noch die gleichen infos wie fast jede andere Hp auch und bieten somit keinen Mehrwert! Vielen Dank für die infos

  2. Toller Post, sehr interessantes Thema – Freue mich auf weitere solche Artikel. P.S.: oben rechts wird wohl ein Artikelbild nicht korrekt angezeigt. LG

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