Schlafstörungen – was ist dran Schuld?

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15 % aller Deutschen leiden unter Schlafstörungen in Form von Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Gehören Sie auch dazu? Dann sollten Sie hier weiter lesen:

Schlafstörungen können unser ganzes Leben mies machen. Sie sorgen dafür das wirburnout-61043_640

  • unausgeglichen sind
  • zunehmen
  • im falschen Augenblick müde sind
  • uns einfach miserabel fühlen 
  • uns schlecht konzentrieren können
  • uns depressiv machen
  • und können im Extremfall (bei dauerhaftem Schlafentzug) sogar zu Persönlichkeitsveränderungen und Suizidgedanken führen

Kurz um: Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum führen dazu, dass der Stoffwechsel und damit fast alle Körperfunktionen aus dem Ruder laufen.

Gründe für Schlafstörungen

Schlafstörungen können vielfältige Gründe haben :

  1. Stress
  2. Krankheit (Infekt)
  3. ungesunde Lebensweise
  4. Schichtarbeit oder Jetlag (ja wir fassen beides zusammen, denn Schichtarbeiter erleiden bei jedem Schichtwechsel einen Minijetlag)
  5. Wechseljahre und damit verbundene hormonelle Probleme
  6. Medikamente und Schlafmittel
  7. Chronische Erschöpfung
  8. ungewöhnlicher nächtlicher Harndrang hervorgerufen durch ein Prostata oder Nieren leiden
  9. Kopfschmerzen
  10. Atemwegs- und Lungenerkrankungen
  11. chronische Schmerzen
  12. Herz- Kreislaufstörungen
  13. Schilddrüsenerkrankungen
  14. Depressionen
  15. Schwangerschaft

Diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig! Es gibt viele Erkrankungen unseres Körpers, die Schlafstörungen hervorrufen können und aber im Umkehrschluss eben auch Krankheiten wie Depressionen, die von Schlafstörungen hervorgerufen werden können. 

Gegen welche Schlafstörung kann ich selbst angehen?

Wann sollte ich zum Arzt oder Heilpraktiker?

Beide Fragen gehören unabdingbar zusammen! Grundsätzlich können Sie selbst sehr viel tun, um Schlafstörungen entgegen zu wirken. So ist es zum Beispiel, gerade wenn der Schlaf unregelmäßig kommt, sehr wichtig die Grundsätze der Schlafhygiene zu kennen und zu befolgen. Und auch die Ernährung sollte man entsprechend gestalten. 

Wann sollten Sie denn nun zum Arzt oder Heilpraktiker?

Wenn eine Schlafstörung länger als einen Monat anhält, ist es Zeit für einen Facharzttermin und auch, wenn eine Schlafstörung Sie plötzlich ereilt und sie Stress als Ursache ausschließen können. Jede Störung sollten Sie grundsätzlich gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker abklären – denn körperliche Probleme sind mitunter versteckt und zeigen sich erstmalig mit Schlafstörungen.

Und gegen welche Schlafstörungen verursachende Probleme, kann ich selbst angehen?
Was stört meinen Schlaf? Wie sind weitere Symptome? Wie kann ich das selbst in den Griff bekommen? Was kann ich zusätzlich tun um besser zu schlafen?
Stress – Unruhe

– Anspannung

– „nicht abschalten können“ Aufgrund belastender Situationen im Privatleben oder Job

– vielfältige Körperliche Symptome können von Stress hervorgerufen werden und laufen Gefahr mit anderen Grunderkrankungen sich zu überdecken

– eine gute Schlafhygiene

– gesunde Ernährung

– Stressabbau

– Meditieren oder autogenes Training können beim Stressabbau helfen

– Sport baut Stresshormone im Körper ab (ACHTUNG: Spätestens 2 Stunden vor der Schlafenszeit sollten Sie den Sport beendet haben)

Krankheit / Infekt

– laufende Nase

– Fieber

– Husten und Heiserkeit

um nur ein paar mögliche Infektsymptome aufzuzählen

– bei Fieber sollten Sie unbedingt Ihren Arzt/Heilpraktiker aufsuchen

– durch die Zufuhr von natürlichen Vitaminen können Sie Ihren Körper bei der Heilung unterstützen (Apfel und Zitrone enthalten viel natürliches Vitamin C)

– greifen Sie ruhig in Großmutters Trickkiste – die meisten Hausmittel helfen bei leichten Infekten sehr zuverlässig

– sorgen Sie für ausreichend Frischluft

– trinken Sie ausreichend

– im Schlafzimmer können Sie feuchte Tücher aufhängen, um die Luft anzufeuchten und die Atmung zu erleichtern

ungesunde Lebensweise  kann sich auf so vielfältige Weise zeigen, dass wir hier auf eine Aufzählung verzichten

– Stress abbauen

– gesünder Leben

– gesünder ernähren

Wer sich selber liebt, der kehrt ungesunder Lebensweise über kurz oder lang den Rücken – denn ungesunde Lebensweise zerstört auf Dauer unseren Körper und wer will schon mutwillig zerstören, was er liebt?
Schichtarbeit oder Jetlag

 – Abgeschlagenheit

– Dauermüdigkeit

– Heißungerattacken

Gerade für Schichtarbeiter ist der wöchentliche Jetlag eine Herausforderung, versuchen Sie:

– Ihren Rhythmus in die jeweiligen Schichten zu spiegeln

– und diesen dann beizubehalten

– gerade in der Nachtschicht sollte auf schwere Mahlzeiten verzichtet werden

– treiben Sie Sport um sich positiv aus zu powern

Besonderen Augenmerk sollten Sie auf Ihre Ernährung haben – ausgewogen und gesund ernährt erspart Ihrem Körper noch zusätzliche Verdauungsschwerstarbeit, welch den Schlaf empfindlich stören kann.

Trinken Sie ausreichend

halten Sie Ihre Schlafhygiene ein

Wechseljahre und damit verbundene hormonelle Probleme  Die häufigsten Beschwerden sind: 
  • Hitzewallungen und Herzrasen
  • Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Trockenheit und Infektionen der Scheide
  • Harnwegsbeschwerden

 

– reden Sie mit Ihrem Frauenarzt/Heilpraktiker um andere Ursachen auszuschließen

– passen Sie Ihren Ernährungsplan gut an Ihre neue körperliche Situation an 

– genießen Sie das neue Körpergefühl, nehmen es an und lernen Ihren Körper neu kennen und lieben 

– unabdingbar bei Schlafstörungen in den Wechseljahren ist eine hervorragende Schlafhygiene und eine passende Ernährung

– gehört Sport zu Ihrem Lebensrhythmus? Wenn nein, sollten Sie nun unbedingt damit anfangen

Medikamente und Schlafmittel

 – wurden von Ihrem Arzt verschrieben oder haben Sie sich als „Selbstmedikamentation“ verarbreicht Medikamente haben oft Nebenwirkungen. Wenn Sie ein neues Medikament bekommen und im Zuge dessen sich Schlafstörungen einstellen, sollten Sie mit Ihrem Arzt/Heilpraktiker darüber reden und schauen ob es ein passendes Alternativmedikament für Sie gibt

– niemals Schlafmittel in der Selbstmedikamentation verwenden – Schlafmittel machen schnell abhängig und verursachen dabei immer weitere Schlafstörungen

Chronische Erschöpfung

Eine chronische Erschöpfung ist ein Erschöpfungszustand, der über längeren Zeitraum anhält und oft die folgenden Symptome mit sich bringt:

– Schlafstörungen

– Kopf- oder andere Schmerzen

– das Gefühl dauerhaft ausgepowert zu sein

– Überforderung selbst bei alltäglichen Aufgaben

Dies sind die ersten Signale einer beginnenden chronischen Erschöpfung!

– lassen Sie durch eine Untersuchung abklären ob Sie einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel haben

– lassen Sie vom Arzt/Heilpraktiker andere körperliche Ursachen für Ihren Zustand ausschließen

– halten Sie unbedingt den Behandlungsplan (mit und ohne Medikamente) Ihres Arztes/Heilpraktikers ein

– vitamreiche Ernährung

– moderater Sport 

– gute Schlafhygiene

können hilfreich sein

ungewöhnlicher nächtlicher Harndrang  ruft der Gang zur Toilette mehrfach in der Nacht aus dem Bett, sollten Sie Prostata und Nieren checken lassen

– lassen Sie sich durchchecken

– trinken Sie nicht ganz so viel, kurz vorm Schlafen gehen

 

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können Schlaflosigkeit verursachen und von Schlaflosigkeit verursacht werden

 – lassen Sie sich durchchecken

– sollte eine Medikamentenabhängigkeit bestehen (auch Kopfschmerzmittel machen Kopfschmerzen!) – gehen Sie zum Entzug – ihr Körper wird es Ihnen danken

– führen Sie ein Ernährungs- und Schmerztagebuch , denn eine Unverträglichkeit von bestimmten Substanzen zeigt sich oft durch Kopfschmerzen

– passen Sie Ihre Ernährung an

– ganz wichtig, vor allem für Wochendmigränepatienten: lassen Sie auch am Wochenende den Wecker läuten und stehen Sie zur gewohnten Zeit auf – das kommt nicht nur Ihrer Schlafhygiene zu Gute sondern wird Ihrem Kopf auch gut tun

Atemwegs- und Lungenerkrankungen  

Atemwegserkrankungen können sich durch vielfältige Symptome äußern. Häufig treten aber folgende Beschwerden auf:

– Husten

– Auswurf

– Atemnot

Schmerzen im Bereich des Brustkorbs

Atembeschwerden

gestörter Atemrhythmus

Halsschmerzen

Heiserkeit und Kratzen im Hals

 Gehen Sie zum ARZT

 – ein gesundes Raumklima ohne Schadstoffe sorgt für bessere Sauerstoffaufnahme

– viel Zeit an der frischen Luft

– ausgewogenen und gesunde Ernährung

– Schlafhygiene

chronische Schmerzen

Schmerz ist ein Wahrnsystem des Körpers – er signalisiert das etwas grundlegend nicht in Ordnung ist.

Schmerzen können dumpf, hell, stechend oder pochend sein  

 

 

 Gehen Sie zum ARZT

– Ursachenforschung steht an erster Stelle

– checken Sie auch ob eventuell eine Schmerzmittelabhängigkeit die Schmerzen verursacht

– nicht immer kann eine Ursache für den Schmerz gefunden werden, die Schmerzkrankheit wird in speziellen Schmerzkliniken behandelt

 – sorgen Sie für ein gesundes Raumklima

– ein stabiles Bett und eine gute Matratze helfen, dass der Schlaf entspannter sein kann

– Schlafhygiene

– ziehen Sie eine Ernährungsberatung und Umstellung in Betracht

Herzkreislauferkrankunge, Depressionen, Schilddrüsenprobleme und Schwangerschaft gehören unausweichlich zu den Erkrankungen welche Sie bitte mit Ihrem Arzt/Heilpraktiker besprechen. Um auch im kranken Zustand besseren Schlaf finden zu können, können Sie sich bei uns gern belesen.

Generell ersetzt das Lesen unseres Blogs nicht den Gang zu Ihrem Arzt oder Heilpraktiker! Sie finden bei uns allgemein gültige und keine medizinischen Hinweisen. Zwar recherchieren wir all unsere Artikel nach besten Wissen und Gewissen – eine Gewähr können wir jedoch nicht übernehmen! Bitte bedenken Sie dies!

Ein paar Grundregeln um den Schlaf möglichst positiv zu beeinflussen – Zusammenfassung:

  • gute Schlafhygiene
  • regelmäßiger Sport
  • ein schadstoffreies Schlafzimmer
  • möglichst eine „Bettausstattung“ aus Naturmaterialien
  • gute und für die eigene Körpersituation passende Ernährung
  • Verzicht auf Genussgifte

Ich wünsche Ihnen, dass unsere Tipps Ihnen weiter geholfen haben. Kennen Sie weitere wichtige Hinweise? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

Ihre

Katrin vom BioBett-Team

 

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