Umstellung auf Sommerzeit – wie verkraften?!

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Sommerzeit - wie verkraften Tipps im Biobett BlogAm nächsten Wochenende ist es wieder so weit! In Europa erfolgt die Zeitumstellung auf die mitteleuropäische Sommerzeit………..

Fakten zur Zeitumstellung

Bereits seit 1980 werden in Europa die Uhren von der Normalzeit (von vielen auch Winterzeit genannt) am letzten Wochenende im März auf die Mitteleuropäische Sommerzeit umgestellt. Sinn dieser Maßnahme, bei welcher die Uhren in der Nacht vom Samstag auf Sonntag von 1:59:59 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt werden, war ursprünglich die geplante Energieeinsparung.

Begin CEST

Viele Studien besagen allerdings zwischenzeitlich, dass diese Energieeinsparung überhaupt nicht vorhanden ist. Zwar geht der Plan, am Abend weniger Energie für Beleuchtung zu verbrauchen durchaus auf. Wird aber im Gegenzug durch die am Morgen benötigte Beleuchtung und die gerade in den Monaten April und Oktober (welche ja recht kalt sind) durch vermehrte, benötigte Heizkosten wieder zu nichte gemacht.

Dies und die vielschichtigen Probleme, welche für alle Menschen die Zeitumstellung mit sich bringt, führt dazu, dass es im Internet viele Online-Petionen und Seiten gegen die Zeitumstellung gibt.

Was passiert im Körper durch die Umstellung auf Sommerzeit

Grundlagen der inneren uhr

Jeder Mensch funktioniert nach seiner eigenen und durch Hormonausschüttungen geprägten Inneren Uhr. Diese Innere Uhr gibt den Lebensrhythmus vor, welcher den ganzen Organismus steuert und sich tagtäglich wiederholt. Dieser zirkadiane Rhythmus wird vor allem durch Hormonausschüttungen der Nebennierenrinde beeinflusst und steuert den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Kurz gesagt – unseres alltägliches Funktionieren.

Dieser wird durch den Wechsel von Hell/Dunkel gesteuert. Gerade Schichtarbeiter kennen die Probleme die ein Tagesrhythmus entgegen der Inneren Uhr verursachen kann. Der natürliche Lichtwechsel sorgt für unterschiedliche Ausschüttungen des Hormons Melatonin. Wird es dunkler, schüttet der Körper dieses Hormon vermehrt aus und man wird ruhiger und müder, bis man schlussendlich einschlummert.

Und was passiert bei der Zeitumstellung?

Die Umstellung von der Normalzeit auf die Sommerzeit hat eine Verschiebung im Biorhythmus zur Folge – Unser Rhythmus läuft nun mal nicht nach einer Uhr sondern nach den natürlichen Begebenheiten. Diese Verschiebung des Bio-Rhythmus hat somit Auswirkungen auf den Schlaf/Wach-Rhythmus und mitunter sogar auf die Gesundheit.

Was passiert da?

Ganz einfach: Uns wird schlicht und ergreifend eine Stunde des für den Körper wichtigen Nachtschlafes „gestohlen“ Wenn am Montag nach der Zeitumstellung, der Wecker vollkommen korrekt für den Tagesablauf um 6:00 Uhr klingelt, dann ist unser Bio-Rhythmus noch lange nicht um diese Zeit, sondern auf 05:00 Uhr………..Die Folge: die Hormonkonzentration im Blut ist noch voll und ganz auf Schlaf ausgelegt – wir sind müde, unkonzentriert und schlapp! Und leider sieht es bei vielen so aus, das man das den ganzen Tag nicht wieder los wird.  Viele Statistiken zeigen auch auf, dass genau an diesem Montag viel mehr Verkehrsunfälle und Arbeitsunfälle passieren als an gewöhnlichen Montagen – Achten Sie also auf sich!

Und dann am Abend…….. Ihre gewohnte „Zu Bett Geh Zeit“ ist angebrochen und sie Morgens bin ich müde und abends immer wachkommen einfach nicht in den Schlaf! Woran das liegt? Natürlich auch am durcheinander gewürfeltem Bio-Rhythmus. Immerhin ist es ja eigentlich noch eine Stunde früher und sie fühlen sich einigermaßen fit und munter und an Schlaf ist nicht zu denken…. Aber noch später ins Bett? Das Grauen vor dem nächstem Morgen bereitet sich da bereits aus.

 

Die Umstellungsphase dauert ca. 4 bis 14 Tage – so lange braucht der Körper um diesen Mini-Jetlag zu verkraften. In dieser Zeit können vermehrt die folgenden Symptome auftreten:

  • Schlafstörungen
  • tagsüber bleiernde Müdigkeit
  • leichte bis mittelschwere depressive Verstimmungen
  • Gereitzheit
  • Probleme mit der Konzentration
  • Schwankungen in der Herzfrequenz

Die auftretenden Auswirkungen sind naturgemäß sehr individuell. Genau wie die Dauer der Umstellungphase.

Und was hilft nun den Problemen der Zeitumstellung entgegen zu Wirken?

Der erste und wichtigste Hinweis:

Lassen Sie die Finger von Schlafmitteln! Diese helfen in keinster Art und Weise bei der Umstellung und können sehr schnell süchtig machen!

Der zweite Tipp:

Fangen Sie schon heute an Ihren Körper langsam um zu gewöhnen! Wie – das fragen Sie nun zu recht: Beginnen Sie bereits heute damit ca. 10 Minuten früher zu Bett zu gehen. Und stellen Sie sich Ihren Wecker für morgen auch 10 Minuten früher! Wenn Sie dies von heute an tun, dann kann sich Ihr Körper langsam und Stück für Stück umgewöhnen und wenn dann am Sonntag die Uhren umgestellt sind – dann ist es Ihr Körper auch und sie können allen die noch mit den Problemen kämpfen munter entgegen lächeln.

Der dritte Tipp:

Greifen Sie bei starken Einschlafproblemen ruhig in die Trickkiste der Natur:

Baldrian

Valeriana montana 2006.06.27 09.50.49-p6270075

Hopfen

Wiki Hopfen

und

Melisse

Zitronenmelisse haben zum Beispiel eine beruhigende Wirkung und können beim Einschlafen behilflich sein. Kaufen Sie sich einen entsprechend zusammen gemischten Beruhigungstee und trinken ihn am Abend. Achten Sie doch bitte beim Kauf darauf, dass der Tee biologisch einwandfreie Kräuter enthält und ohne weitere Zusatzstoffe daher kommt, denn Sie wollen sich ja etwas gutes Tun. (ausgewähte Bio-Läden und Online-Shops finden Sie im Bioportal) So ein Tee-Ritual am Abend kann auch ohne die beruhigenden Inhaltsstoffe von Baldrian, Hopfen oder Melisse sehr schlaffördernd sein (verzichten Sie aber bitte bei der Teewahl auf Schwarzen Tee oder Roiboos – beide regen den Organismus an und sind damit für den Abend ungeeignet)

Der vierte Tipp:

Stimmen Sie Ihren Körper tagtäglich durch bewährte Einschlafhilfen auf das Einschlafen ein. Sie können einige der folgenden Dinge probieren und fest in Ihren Tagesryhthmus integrieren:

  • abendliche Rituale welche die Schlafenszeit einläuten
  • Entspannungstechniken
  • tagsüber für ausreichende Bewegung sorgen
  • eine leichte Abendmahlzeit
  • und gerade für empfindliche Menschen: Aufregungen am Abend wie einen sehr spannenden Thriller oder Streit vermeiden

Mit diesen Tipps können Sie die Zeitumstellung einigermaßen gut überstehen. Sicher sie hängen sehr von Ihrem persönlichem Schlaf-Wach-Rhythmus und Ihrem persönlichen Gesundheitszustand ab! Bitte bedenken Sie auch, dass die hier zur Verfügung gestellten Tipps auf Erfahrungen und dem Wissenstand des Biobett-Teams beruhen und in gar keinem Fall bei gesundheitlichen Problemen einen Gang zum Arzt oder Heilpraktiker ersetzen können!

Bitte sagen Sie uns doch, wie Sie die Zeitumstellung gut überstehen! Helfen unsere Tipps? Haben Sie eigene die noch fehlen? Auf Ihre Meinung freut sich

Katrin vom Biobett-Team

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